Die Expertenkommission, deren Bericht in
Österreich zur
vorläufigen Aussetzung der Impfpflicht geführt hat, betont, dass nach einem vergleichsweise entspannten Sommer ein
durch neue Varianten geprägter Herbst folgen könnte. "Die grundsätzliche Impfpflicht als probates Mittel zur Sicherstellung einer hohen Durchimpfungsrate ist
prinzipiell weiterhin sinnvoll, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden", schreibt die Kommission.
Es komme aber auf den Zeitpunkt der Impfung an. Impfe man zu früh, verpuffe ein wesentlicher Teil dieser neu erworbenen Immunität.
Generell sei eine spätere Umsetzung der Impfpflicht einer sofortigen vorzuziehen, so die Experten weiter. Jedenfalls bestehe so eine gewisse Möglichkeit, "dass im Lichte neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse eine Umsetzung der Impfpflicht gar nicht mehr erforderlich wird beziehungsweise noch bessere Impfstoffe vorliegen".