Die Union macht weiter Front gegen das geänderte Infektionsgesetz mit nur noch wenigen Corona-Schutzregeln. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, bezeichnet das Gesetz als "grottenschlecht". Damit sei nicht einmal mehr ein ordentlicher Basisschutz möglich. Die "Hotspot"-Regelung bringe die Länder in eine rechtlich sehr unsichere Situation, kritisiert der CDU-Politiker in der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Ich sage es ganz deutlich: Wir wollen mit diesem Gesetz nichts zu tun haben. Was die Ampel hier vorlegt, halten wir für völlig verantwortungslos", so Frei.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek moniert, das Gesetz sei nicht praktikabel. Es sei nicht klar, wie es angewendet werden könne und welche Maßstäbe und Parameter für "Hotspots" gelten, sagt der CSU-Politiker der Augsburger Allgemeinen. Bayern plane deshalb vorerst nicht davon Gebrauch zu machen. Es würden keine Vorkehrungen für die Zeit nach dem 2. April getroffen, sagt Holetschek.