Letztes Update:
20220404133239

12:54
04.04.2022
Die Unionsfraktion im Bundestag lehnt nach Angaben ihres gesundheitspolitischen Sprechers den jüngsten Kompromissvorschlag der Befürworter einer Corona-Impfpflicht ab 18 ab. "Als Union werden wir diesem Vorschlag nicht zustimmen", sagt Tino Sorge der Rheinischen Post und der Welt. Eine Impfpflicht, die vor Gerichten gekippt werde und in der Lebenspraxis ins Leere laufe, verdiene keine Mehrheit im Parlament.
Sorge sagt, der Vorschlag sei eine durchschaubare Mogelpackung. "Er hat einen doppelten Boden. Hinter der anfänglichen Impfpflicht ab 50 verbirgt sich eine Impfpflicht ab 18, an der Teile der Ampel offensichtlich verzweifelt festhalten." 

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12:32
04.04.2022
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat für den Kompromissvorschlag für eine allgemeine Corona-Impfpflicht geworben, also eine Impfpflicht ab 50 Jahren. Es nehme das Wichtigste aller Anträge zur Impfpflicht auf, sagte der SPD-Politiker. "Jeder, der die Impfpflicht will, kann sich hier wiederfinden. Wer aber dagegen stimmt, riskiert erneut Lockdowns und Leid im Herbst."
Lauterbach sagt: "Zentral ist, dass wir damit die Älteren sofort schützen. Dazu können wir auf eine Verschlechterung der Pandemie-Lage reagieren und schützen dann auch die Jüngeren." Aufgebaut werden solle zudem ein Impfregister, wie die CDU es wolle. Lauterbach hat sich ursprünglich wie auch Kanzler Olaf Scholz für eine Impfpflicht ab 18 Jahren stark gemacht.

12:04
04.04.2022
UPDATE | Der Mann, der sich in den vergangenen Wochen in Sachsen dutzendfach gegen Corona hat impfen lassen, muss nach Ansicht eines Mediziners keine gesundheitlichen Schäden fürchten. Einen höheren Schutz vor Ansteckung mit dem Virus hat er dennoch nicht, im Gegenteil, wie der Chemnitzer Infektiologe Dietmar Baier, der Mitglied der Sächsischen Impfkommission ist, der Deutschen Presse-Agentur sagt. "Es nützt nichts und es schadet nichts", sagt er. Das Impfen in kurzen Abschnitten bringe keinesfalls einen besseren Schutz, denn der Stoff werde schnell wieder abgebaut. Das Immunsystem aber passe sich der andauernden Auffrischung an "und reagiert am Ende gar nicht mehr".
Der 60-Jährige aus Magdeburg (Sachsen-Anhalt) ist seit Sommer 2021 in verschiedenen Impfzentren im Freistaat 87 Mal gegen Corona geimpft worden. Er steht unter dem Verdacht, die Zertifikate an Dritte weitergegeben zu haben. Gegen ihn wird wegen unbefugten Ausstellens von Impfausweisen und Urkundenfälschung ermittelt.

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