Letztes Update:
20220406020012

12:10
05.04.2022
Das geplante Ende der Isolations-und Quarantänepflicht für die meisten Corona-Infizierten hält der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, für eine paradoxe Entscheidung. Statt wie erhofft Personalausfälle zu vermeiden, würden vermehrt infizierte Personen zur Arbeit kommen und andere anstecken. "Die Anzahl der Infektionen wird also steigen. Damit wird aber auch die Anzahl der Erkrankungen steigen, mit der dann wieder Personal ausfällt", sagt der Immunologe der dpa. 
Bei vielen Menschen komme zudem die Nachricht an, dass man trotz einer Infektion weiter am öffentlichen Leben teilnehmen könne. Dass es immer noch "dringend empfohlen" sei, sich zu isolieren, werde in der Kommunikation wohl untergehen. "Ich hatte mir eigentlich erhofft, dass wir durch die Corona-Pandemie gelernt hätten, dass es nicht Ok ist, wenn man mit einer ansteckenden Erkrankung weiter zur Arbeit kommt", sagt Watzl. So eine falsche Verhaltensweise werde jetzt wieder unterstützt, die Entscheidung gehe daher in die falsche Richtung. 

11:22
05.04.2022
UPDATE | Die chinesische Hafenmetropole Shanghai hat den Lockdown für ihre 26 Millionen Einwohner auf unbestimmte Zeit verlängert. Wegen des rasanten Anstiegs der Infektionen sprach der Vize-Parteichef Gu Honghui von einem "Wettrennen gegen die Zeit". Erst müssten die Massentests vom Vortag, ihre Überprüfung sowie der Transport der Infizierten in Quarantäne abgeschlossen werden, bevor über die weitere Richtung der Kontrollmaßnahmen entschieden werde. "Die Lage ist sehr akut."
China verfolgt nach wie vor eine strikte Null-Covid-Strategie, die mit Omikron auf eine harte Probe gestellt wird. Wer infiziert ist, kommt in China in ein Krankenhaus oder eine Quarantäne-Einrichtung, die in Shanghai in Turn- und Messehallen, Hotels oder Trainingszentren eingerichtet wurden. Doch stoßen sie an ihre Grenzen. Seit Anfang März zählte die Stadt schon 73.000 Infektionen.

Die Behörden liefern Nahrungsmittel, doch gibt es viele Klagen. Der Vize-Parteichef räumte ein, dass Hürden "auf den letzten 100 Metern" beseitigt werden müssten. Auch gestand er Probleme für chronisch Kranke oder auch Schwangere ein, medizinisch versorgt zu werden. Besondere Empörung löste die Tatsache aus, dass infizierte Kinder von ihren Eltern getrennt werden. Nur wenn ein Elternteil selbst infiziert ist, darf es zusammen mit dem Kind in Quarantäne. 

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