Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber warnt davor, Gesundheitsdaten dauerhaft für bestimmte Berechtigungsnachweise heranzuziehen. In der Pandemie sei es Alltag geworden, beim Betreten von Restaurants, Kinos, Stadien und anderen öffentlichen Orten mit einer App seinen Impfstatus nachzuweisen. "Das ist praktisch und unter den Umständen auch datenschutzfreundlich gelöst." Es dürfe aber auf keinen Fall zum Standard werden, dass Gesundheitsdaten überall als eine Art Eintrittskarte verwendet würden, sagt Kelber in Berlin bei der Vorlage des Tätigkeitsberichtes seiner Behörde.
Verhindert werden müsse auch, dass Arbeitgeber dauerhaft Einblick in sensible Daten erhalten. "In der Debatte über die Impfpflicht an Arbeitsplätzen haben wir erlebt, dass einige sich wünschen, mehr dieser Daten dauerhaft auch als Arbeitgeber verarbeiten zu dürfen." Gesundheitsdaten seien aber eine besonders zu schützende Kategorie.