Letztes Update:
20220406020012
Ich will hier ganz ausdrücklich die Koalition davor warnen, am Donnerstag schon in der Reihenfolge der Abstimmungen eine Manipulation vorzunehmen im Hinblick auf dieses Thema. 15:54
05.04.2022
Unions-Fraktionschef Friedrich Merz

15:54
05.04.2022
"Es spricht vieles dafür, dass die Ampel hier mit Tricks arbeiten möchte", sagt der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei. Es gebe in der Geschäftsordnung des Bundestags zwar keine abschließenden Regelungen für solche Abstimmungen. Es gehöre aber zum "Kernbestand der parlamentarischen Tradition", dass zunächst über den weitestgehenden Antrag abgestimmt werde. Dies wäre der Antrag mit einer Impfpflicht ab 18 oder modifiziert mit 50 Jahren. Zuletzt wären dann die zwei Anträge gegen eine Impfpflicht dran. "Diese Reihenfolge umzudrehen, wäre aus meiner Sicht grob rechtsmissbräuchlich", sagte Frei. Das würde auch die Akzeptanz einer Entscheidung "aufs Schwerste untergraben".
Die Unionsfraktion befürchtet, dass die Ampel zuletzt über einen der Anträge mit einer Impfpflicht abstimmen lassen will - in der Hoffnung, dass diesem auch nicht davon überzeugte Abgeordnete zustimmen, um überhaupt zu einem Ergebnis zu kommen.

15:18
05.04.2022
Die SPD wirbt kurz vor der Abstimmung im Bundestag weiter um Unterstützung für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht. "Bis zum Schluss werden wir alles versuchen, dass es einen Kompromiss gibt zwischen den verschiedenen Gruppen", sagt Fraktionschef Rolf Mützenich. Er verwies auf den geänderten Entwurf der Abgeordnetengruppe, die zunächst für eine Impfpflicht ab 18 Jahren eingetreten ist. Der Entwurf beinhalte jetzt auch verschiedene Elemente anderer Anträge.
Über die umstrittene Impfpflicht soll der Bundestag an diesem Donnerstag ohne sonst übliche Fraktionsvorgaben entscheiden. Streit gibt es aber schon um die Frage, in welcher Reihenfolge über die verschiedenen Initiativen abgestimmt wird. Mützenich sagt, ausgehend von zwei Vorschlägen der Bundestagsverwaltung neige die SPD sehr stark jenem zu, zuerst über die vorliegenden Anträge abzustimmen. Dabei handelt es sich um einen Antrag einer Abgeordnetengruppe und einen Antrag der AfD, die jeweils eine Impfpflicht ablehnen - sowie einen Antrag der Union, der vorerst nur den Aufbau eines Impfregisters vorsieht. Danach solle über die beiden ausgearbeiteten Gesetzentwürfe zu einer Impfpflicht abgestimmt werden, so Mützenich.

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