Letztes Update:
20220418084743

08:25
18.04.2022
Die Warnung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor einer möglichen "Killervariante" stößt weiter auf Kritik. "Der Begriff 'Killervariante' ist unwissenschaftlich und führt zu nichts als Verunsicherung in der Bevölkerung", sagte der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit der "Bild". Er sieht aktuell wenig Hinweise auf eine solche Gefahr: "Das Auftreten einer 'Killervariante' im Herbst ist laut Weltgesundheitsorganisation WHO ein sehr unwahrscheinliches Szenario", so der Experte. Dagegen spreche zudem die breite Grundimmunisierung in der Bevölkerung durch Impfung und Infektion, "weil die Immunität nicht nur auf neutralisierenden Antikörpern basiert, sondern auch auf einer zellulären Immunität".
Auch der Bonner Virologe Hendrik Streeck reagiert skeptisch. "Die Entwicklung von Varianten kann man nicht vorhersagen. Anstatt daher vor Szenarien wie 'Killervarianten' zu warnen, wäre es wichtig, sich auf den Herbst und Winter vorzubereiten", sagte er "Bild".

07:34
18.04.2022
Zypern-Urlauber müssen von heute an vor ihrer Einreise kein Formular zur Corona-Nachverfolgung mehr ausfüllen. Für die Einreise reicht nunmehr eine für die EU gültige, vollständige Impfung. Ungeimpfte müssen weiterhin negative PCR-Tests vorzeigen, die nicht älter als 72 Stunden alt sein dürfen. Akzeptiert wird auch ein Schnelltest, der nicht länger als 24 Stunden zurückliegen darf.

07:14
18.04.2022
Trotz der Einschränkungen im Kampf gegen die jüngste Corona-Welle hat China im ersten Quartal noch ein unerwartet starkes Wachstum von 4,8 Prozent erreicht. Der konjunkturelle Schwung der zweitgrößten Volkswirtschaft schwächt sich aber nach Angaben des Pekinger Statistikamtes seit März ab. "Der wirtschaftliche Abwärtsdruck hat zugenommen", sagt Sprecher Fu Linghui. Der heimische Konsum habe abgenommen. "Seit März hat sich die Lage in der Welt kompliziert entwickelt. Die Auswirkungen der Epidemie im Land dauern an."
China erlebt gerade die größte Corona-Welle seit Beginn der Pandemie vor mehr als zwei Jahren. Da das bevölkerungsreichste Land eine strenge Null-Covid-Politik verfolgt, herrschen in Shanghai und anderen Metropolen weitgehende Ausgangssperren. Zig Millionen Menschen können ihre Wohnungen nicht verlassen. Viele Firmen müssen den Betrieb einstellen. Auch ist der Frachtverkehr eingeschränkt. 

03:26
18.04.2022
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 808,8 an. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 20.482 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 11 Todesfälle verzeichnet.
Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen nicht oder nicht vollständig. Auch an Feiertagen sind weniger Meldungen zu erwarten. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen.

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