Letztes Update:
20220531020438

12:19
30.05.2022
Der äthiopische Menschenrechtsrat (EHRCO) fordert angesichts von Massenfestnahmen und Einschränkungen der Pressefreiheit in dem ostafrikanischen Land mehr Aufmerksamkeit für den andauernden Konflikt in der Region Tigray. "Der Krieg dauert an und ist noch lange nicht vorbei", sagte Dan Yirga Haile, der geschäftsführende Direktor von EHRCO, in Berlin. Dass es gerade jetzt zu Massenverhaftungen komme - allein am Sonntag wurden in der südäthiopischen Region Amhara mehr als 1000 Menschen festgenommen -, führte er auch auf die nachlassende internationale Aufmerksamkeit für den Tigray-Konflikt zurück. "Die Aufmerksamkeit ist weggerückt zur Ukraine. Aber die übrigen Regionen der Welt dürfen darüber nicht in Vergessenheit geraten."
EHRCO ist die älteste Menschenrechtsorganisation Äthiopiens. Sie sollte am Montagabend mit dem auf 10.000 Euro dotierten Menschenrechtspreis von Amnesty International ausgezeichnet werden.

11:53
30.05.2022
Vor der Steuerentlastung ab Mittwoch haben die Spritpreise noch einmal kräftig zugelegt. Sowohl Benzin als auch Diesel haben sich im Vergleich zur vergangenen Woche um mehrere Cent verteuert, wie der ADAC mitteilt. So kostete Super E10 im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags 2,129 Euro pro Liter. Das sind 3,9 Cent mehr als am Dienstag vergangener Woche. Diesel schlug mut 2,026 Euro zu Buche, ein Plus von 3,2 Cent pro Liter.
Bei E10 setzt sich damit ein seit rund einem Monat anhaltender Aufwärtstrend fort. Ende April war der Kraftstoff noch mehr als 17 Cent billiger als derzeit. Bei Diesel bedeutet es dagegen eine Trendwende nach mehreren Wochen mit Abwärtstendenz. Der ADAC kritisiert beide Werte als zu hoch.

11:26
30.05.2022
Tanken wird in Deutschland trotz der niedrigeren Kraftstoffsteuer ab Mittwoch möglicherweise erst nach und nach billiger. Die Steuerlast der an den Tankstellen abgegebenen Kraftstoffe sinke sukzessive, hieß es nun aus dem Bundesfinanzministerium. Wurden Kraftstoffe bereits im Mai an die Tankstelle geliefert, so seien sie noch mit den alten und höheren Steuern belastet. Diese Kraftstoffe würden nach und nach verkauft, gegebenenfalls auch noch im Juni.
Wegen der gestiegenen Energiepreise senkt der Bund im Juni, Juli und August die Steuer auf Kraftstoffe. Die Energiesteuer fällt nicht erst beim Tanken an, sondern in Raffinerien und Tanklagern. Für die Mineralölkonzerne besteht allerdings keine Pflicht, die Steuersenkung an die Kunden weiterzugeben. Finanzminister Christian Lindner (FDP) schrieb auf Twitter: "Wir lassen die Menschen nicht allein, die auf das Auto angewiesen sind. Vom hohen Spritpreis sollte der Staat nicht noch profitieren." Dass der "Tankrabatt" bei den Menschen ankomme, das sei nun "Aufgabe von Kartellamt und Co.".

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