Letztes Update:
20220607020211

03:34
06.06.2022
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben einen weiteren hochrangigen russischen Offizier im Generalsrang getötet. Der Kommandeur des 1. Armeekorps der separatistischen Donezker Volksrepublik, Generalmajor Roman Kutusow, sei "offiziell entnazifiziert und entmilitarisiert" worden, teilt die Verwaltung für strategische Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte laut dem Online-Portal Ukrajinskaja Prawda in der Nacht mit. Über den Tod Kutusows hatte zuerst ein Korrespondent des russischen Staatsfernsehens berichtet.
Kutusow soll gefallen sein, während er einen russischen Angriff auf eine Ortschaft nahe Popasna im Gebiet Luhansk im Osten der Ukraine leitete. Die ukrainische Seite hatte zuvor berichtet, die russische Attacke sei abgewehrt worden und der Feind habe sich unter "erheblichen Verlusten" zurückziehen müssen.

02:38
06.06.2022
Arbeitgeberverbände aus Deutschland und Österreich sprechen sich gegen ein sofortiges Gasembargo gegen Russland aus. Ein solches träfe die Wirtschaft in Deutschland und Österreich unvorbereitet und hätte tiefgreifende Folgen für die Unternehmen und ihre Beschäftigung, erklären Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, und Georg Knill, Präsident der Vereinigung der österreichischen Industrie. Die Konsequenz wären Produktionsausfälle, Produktionsstillstand und eine weitere Deindustrialisierung.
Ein Gasembargo würde nicht nur die Wirtschaft in Deutschland und Österreich schwächen, so die Verbände. "Es hätte auch Auswirkungen auf Beschäftigung und auf unsere finanziellen Möglichkeiten, mit denen wir unseren internationalen Verpflichtungen nachkommen. Deutschland und Österreich wollen starke Partner in der internationalen Gemeinschaft bleiben. Dafür brauchen wir eine starke Wirtschaft und stabile Arbeitsmärkte."

23:41
05.06.2022
Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria erwartet infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine mehr Infektionen mit Tuberkulose und HIV. "Es ist noch zu früh, um die langfristigen Folgen des Krieges genau einzuschätzen, aber wir gehen davon aus, dass sich der Konflikt erheblich auf die Tuberkulose- und HIV-Raten in der Ukraine und in der gesamten Region auswirken wird", sagt der Direktor des Fonds, Peters Sands, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Große Fluchtbewegungen, die Unterbringung in beengten Unterkünften und die Unterbrechung der medizinischen Versorgung begünstigen die Verbreitung von Infektionskrankheiten."
Schätzungsweise 260.000 Menschen in der Ukraine leben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO mit HIV. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts verzeichnete die Ukraine im Jahr 2020 eine der höchsten Tuberkulose-Inzidenzen in der europäischen WHO-Region. Die Ukraine zähle darüber hinaus zu den Ländern mit den höchsten Anteilen an multiresistenter Tuberkulose - das bedeutet, dass gängige Medikamente nicht mehr anschlagen.

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