Nachdem sich Ex-Bundeskanzlerin
Angela Merkel bei einem Auftritt erstmals ausführlich
zu ihrer Russlandpolitik geäußert hat, kommt
Kritik vom ukrainischen Botschafter. Andrij Melnyk sagt, im ersten Interview seit dem Regierungswechsel vor einem halben Jahr sei
leider "kein Hauch Selbstkritik" zu spüren gewesen. "Die Äußerungen der Ex-Kanzlerin über die Unfehlbarkeit ihres Russland-Kurses und ihres viel zu nachsichtigen Umgangs mit Diktator Putin sind befremdlich."
Merkel hatte am Dienstagabend im Gespräch mit dem Journalisten Alexander Osang im Berliner Ensemble ihren Russland-Kurs gegen die harsche Kritik der letzten Monate verteidigt. "
Also ich sehe nicht, dass ich da jetzt sagen müsste, das war falsch, und werde deshalb auch mich nicht entschuldigen", sagte sie.