Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) und ihr Kiewer Kollege Ruslan Stefantschuk dringen auf eine zügige Aufnahme der Ukraine in die Europäische Union. In einem gemeinsamen Gastbeitrag in der Zeitschrift Internationale Politik plädieren sie dafür, dem von Russland angegriffenen Land schnell zunächst den Status eines EU-Beitrittskandidaten zu geben. Die EU sollte dann alles tun, damit der Beitrittsprozess "so zügig durchgeführt wird, wie es die EU-Verträge zulassen". Natürlich brauche die Annäherung an die EU Zeit. "Doch darf sie nicht Jahrzehnte dauern."
Die Präsidentin des Bundestags und der Präsident des ukrainischen Parlaments betonten: "Die Ukraine gehört zu Europa." Es dürfe kein Zweifel an Europas Entschlossenheit entstehen. "Niemand kann ein Interesse an einer schwachen, instabilen Ukraine haben, in der sich die Menschen aus Enttäuschung und Perspektivlosigkeit von Europa abwenden. Dasselbe gilt für die Staaten des westlichen Balkans, aber auch für Georgien und die Republik Moldau."