Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine konfrontiert das benachbarte EU-Land Rumänien mit der schwierigen Aufgabe, als Ausweichroute für den Export von ukrainischem Getreide zu dienen. Wegen der mangelhaften Transport-Infrastruktur bezeichnet Rumäniens Staatspräsident Klaus Iohannis dieses Problem als "logistische Herausforderung von epischem Ausmaß" bezeichnet. Florin Goidea, Generaldirektor des größten rumänischen Schwarzmeer-Hafen Constanta, sieht im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur keine schnelle Lösung.
Mühsam sind schon allein die Transportwege aus der Ukraine bis nach Constanta. "Mehr als 80 Prozent des ankommenden ukrainischen Getreides erreicht unseren Hafen auf kleinen Frachtschiffen über die Donau", sagt Goidea. Der Weg per Lastwagen ist noch schwieriger: Die Lkw aus der Ukraine müssen wegen der Formalitäten teils wochenlang an den Grenzübergängen warten.