Außenministerin Annalena Baerbock ist erleichtert darüber, dass die Türkei ihren Widerstand gegen den Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands aufgegeben hat. Damit werde der Plan des russischen Präsidenten Wladimir Putin durchkreuzt, das Militärbündnis zu spalten, sagt die Grünen-Politikerin vor Beginn des Nato-Gipfels im ZDF-"Morgenmagazin". "Jetzt ist das Wichtigste, dass wir deutlich machen: Wir stehen beieinander, wir stehen miteinander."
Beide nordischen Staaten seien starke liberale Demokratien und hätten auch starke eigene Armeen, daher werde ihr Beitritt die Nato deutlich stärken, so Baerbock. Zugleich seien sie in dieser Zeit aber "verwundbar" und fürchteten angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine um ihre Sicherheit. Daher setze sich Deutschland dafür ein, dass es keine lange Übergangszeit bis zum Beitritt gebe.