Letztes Update:
20220701020512

10:13
30.06.2022
Im russisch besetzten Gebiet Cherson hat der ukrainische Parlamentsabgeordnete Olexij Kowaljow offenbar einen Anschlag des ukrainischen Geheimdiensts überlebt. Der 33-Jährige wird in der Ukraine des Landesverrats und der Kollaboration mit Russland verdächtigt. Mitte vergangener Woche hatte der Chef des ukrainischen Militärgeheimdiensts, Kyrylo Budanow, im Fernsehen erklärt, das Auto Kowaljows sei gesprengt worden.
"Ich lebe und bin gesund und plane ab Montag wieder zu arbeiten", sagt er nun in einem von der russischen Staatsagentur Ria Nowosti veröffentlichten Video. Das zeigt ihn mit verbundenem Arm in einem Krankenhausbett. Kowaljow betont, dass er nicht eingeschüchtert sei und weiter in seinem Wahlkreis im Chersoner Gebiet bis zum Ablauf seines Mandats 2023 arbeiten werde.

09:35
30.06.2022
Schweden will weitere Waffen an die Ukraine liefern. Das hat die Regierung in Stockholm heute beschlossen, wie das Verteidigungsministerium mitteilt. Es gehe um Ausrüstung, um die die Ukrainer für ihren Abwehrkampf gegen die russische Aggression konkret gebeten haben. Dazu zählten unter anderem weitere Panzerabwehrwaffen sowie Geräte zur Minenräumung. Insgesamt hat das Unterstützungspaket einen Wert von rund 500 Millionen schwedischen Kronen (rund 47 Millionen Euro).
Das skandinavische Land hat die Ukraine zuvor viermal mit unterschiedlicher militärischer Ausrüstung versorgt. Darunter waren Tausende Panzerabwehrhandwaffen, persönliche Schutzausrüstung, Lebensmittel, Minenräumausrüstung, Schusswaffen und ein Marine-Zielroboter. Auch finanziell haben die Schweden die Ukraine unterstützt.

09:08
30.06.2022
UPDATE | Russische Truppen ziehen sich nach eigener Darstellung angeblich freiwillig von der zuvor eroberten Schlangeninsel im Schwarzen Meer zurück. Damit wolle Russland zeigen, dass es den Export von Getreide und landwirtschaftlichen Produkten aus der Ukraine nicht behindere, sagt der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. "Am 30. Juni haben die russischen Streitkräfte als Zeichen des guten Willens die ihnen zugewiesenen Aufgaben auf der Schlangeninsel abgeschlossen." Zuvor hatte die Ukraine einen Angriff auf die Insel gemeldet.
Nach dem russischen Einmarsch Ende Februar war das Eiland unweit des Donaudeltas von der russischen Marine bereits am zweiten Kriegstag erobert worden. Die ukrainischen Streitkräfte haben seitdem mehrfach Attacken mit Kampfdrohnen und Flugzeugen geflogen und den Kreuzer Moskwa (Moskau) mit Raketen versenkt. Russland wird vorgeworfen, ukrainische Häfen zu blockieren und so den Export von Getreide zu behindern. In einigen Gegenden auf der Welt droht deshalb eine weitere Zuspitzung der Hungerkrise.

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