Letztes Update:
20220705020519

09:36
04.07.2022
Der Digital-Branchenverband Bitkom hat sich dafür ausgesprochen, auswanderungswillige IT-Fachkräfte aus Russland und Belarus gezielt nach Deutschland zu holen. Dadurch könne auch der erhebliche Fachkräftemangel in der Bundesrepublik gelindert werden. "Indem wir Fachkräfte aus Russland und Belarus zu uns holen, wird der Aggressor spürbar geschwächt - und gleichzeitig der Standort Deutschland gestärkt", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.
In Deutschland gibt es nach Bitkom-Angaben derzeit 96.000 offene Stellen für IT-Experten. Gleichzeitig verzeichnet insbesondere Russland einen regelrechten Exodus. Zehntausende Fachleute haben das Land nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine verlassen. Vor dem Hintergrund der Massenausreise bezifferte im Juni Russlands Vize-Innenminister Igor Subow den eigenen Bedarf an Experten auf etwa 170.000.

09:16
04.07.2022
Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im Juli wieder deutlich verschlechtert. Nach einem Anstieg im Vormonat fiel der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindikator um 10,6 Punkte auf minus 26,4 Zähler, wie Sentix in Frankfurt mitteilt. Es ist der tiefste Stand seit gut zwei Jahren. Die Erwartungen von Analysten wurden verfehlt.
Die Dynamik der Eintrübung seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine erinnere stark an das Krisenjahr 2008, als die weltweite Finanzkrise ihren Höhepunkt erreichte. "Und was damals der Zusammenbruch des Finanzsystems war, ist nun die Gefahr des Kollapses der europäischen Energieversorgung." Auch international sehe es nicht viel besser aus. In den USA werde eine Rezession immer wahrscheinlicher. Einzig die asiatische Region halte sich vergleichsweise gut.

08:56
04.07.2022
Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat die hohe Inflation als "Gift" für die Gesellschaft bezeichnet. Wenn in Umfragen 40 Prozent der Menschen angäben, sie könnten am Monatsende nicht mehr sparen, bedrohe das den sozialen Frieden in Deutschland, sagte Sewing auf einer Bankenkonferenz in Frankfurt. 
Zudem erhöhe der anhaltende Preisdruck das Risiko einer Rezession. Noch seien die Auftragsbücher der Unternehmen voll und die Gewinne hoch, er mache sich aber Sorgen über die nächsten zwölf Monate, sagte Sewing. Zur Preisexplosion kämen die anhaltende Corona-Pandemie, angespannte Lieferketten und Engpässe am Arbeitsmarkt dazu. Sollte es im Zuge des Ukraine-Krieges zu einem Gas-Embargo kommen, werde es eine "tiefe Rezession" in Deutschland geben. Angesichts der hohen Inflation seien höhere Leitzinsen der Notenbanken "unabdingbar", sagte Sewing weiter.

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