Britische Geheimdienstexperten halten es für möglich, dass
Russland in Gefängnissen Kämpfer für die Söldnertruppe Wagner
anheuert. "Personalmangel bei den russischen Streitkräften könnten das russische Verteidigungsministerium dazu zwingen, zu unkonventionellen Rekrutierungsmethoden zu greifen", heißt es im täglichen Geheimdienst-Update des Verteidigungsministeriums in London. Dazu gehöre die Rekrutierung in Gefängnissen für die Söldnertruppe. "Sollte das wahr sein, weist dieser Schritt wahrscheinlich auf
Schwierigkeiten beim Ersetzen der erheblichen russischen Verluste hin", so die Mitteilung weiter.
Vor einigen Tagen hatte bereits der ukrainische Geheimdienst mitgeteilt, Russland rekrutiere angesichts hoher Verluste Häftlinge für private Militärunternehmen. Den Männern werde nach der Erfüllung der vertraglich vereinbarten Pflichten eine vorzeitige Entlassung versprochen, hieß es. Überprüfen ließ sich das zunächst nicht. Doch auch die Ukraine verspricht verurteilten Straftätern Amnestie im Gegenzug für einen Fronteinsatz.