Litauen will bereits bis Mitte 2025 die nötige Infrastruktur zur Stationierung einer von Deutschland geführten Nato-Brigade schaffen. Derartige Pläne bestätigte der Chef des Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit und Verteidigung, Laurynas Kasciunas, in Vilnius. Bislang war 2027 als Zieldatum in dem baltischen EU- und Nato-Land Litauen genannt worden.
Angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine hatte die Nato auf ihrem Gipfel in Madrid die Verstärkung der Ostflanke beschlossen. Demnach sollen die bestehenden multinationalen Nato-Gefechtsverbände auf Brigade-Niveau ausgebaut werden. Deutschland soll dabei eine Kampftruppen-Brigade mit 3000 bis 5000 Soldaten für Litauen führen. Nach ersten Planungen sollen zunächst nur Teile davon vor Ort stationiert werden. Andere sollen in Bereitschaft in den jeweiligen Truppensteller-Staaten bleiben können.