Offen ist, ob die neuen, russlandfreundlicheren EU-Leitlinien zum Warenverkehr in die russische Exklave Kaliningrad zu einer Entspannung der Lage beitragen. Das Außenministerium in Moskau sieht in der EU-Entscheidung laut einer Pressemitteilung "Anzeichen von Realismus und gesunden Menschenverstands". Sprecherin Maria Sacharowa betont jedoch zugleich, dass Fragen offen blieben und Russland beobachten werde, wie die neue Regelung umgesetzt wird.
Das an Kaliningrad angrenzende Litauen begrüßt die Präzisierung der Leitlinien, äußert sich aber auch kritisch dazu. Das Außenministerium in Vilnius schreibt, dass die neue Regelung möglicherweise den falschen Eindruck erwecken könnte, dass die transatlantische Gemeinschaft ihre Position und Sanktionspolitik gegenüber Russland aufweiche.