Litauen erklärt den Streit über den Transitverkehr in die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad für beendet. Weitere Auseinandersetzungen wären "ein echter Sieg für den Kreml", erklärt Ministerpräsidentin Ingrida Simonyte. Das Augenmerk sollte vielmehr auf die Unterstützung der Ukraine gelegt werden.
Das baltische EU- und Nato-Mitglied Litauen hatte Mitte Juni den Transport von mit Sanktionen belegten Waren aus Russland nach Kaliningrad unterbunden. Das Gebiet rund um das frühere Königsberg ist vom übrigen russischen Staatsgebiet räumlich getrennt und auf dem Landweg nur über die EU-Staaten Polen und Litauen zu erreichen. Nach Protesten und Drohungen aus Moskau erstellte die EU-Kommission neue Leitlinien für den Transitverkehr. Russland darf jetzt auf der Sanktionsliste stehende zivile Güter wieder ohne große Einschränkungen per Bahn durch Litauen bringen.