Der
Sprachbeauftragte der Ukraine, Taras Kremin,
rügt Beamten wegen
Äußerungen auf Deutsch, Englisch und Russisch - und droht mit
Geldstrafen. "Unter den Bedingungen des Kriegsrechts verstoßen einzelne Staatsangestellte weiter gegen das Gesetz über die Amtssprache", zitieren örtliche Medien Kremin unter Verweis auf einen Facebook-Eintrag. Eine Überprüfung habe ergeben, dass seit März rund zwei Dutzend Staatsangestellte in der Dienstzeit nicht Ukrainisch gesprochen hätten.
Als Beispiel führt die Behörde unter anderem
englischsprachige Äußerungen von Präsident Selenskyj bei Besuchen des US-Schauspielers Sean Penn und des britischen Milliardärs Richard Branson an. Ab kommendem Samstag können demnach Verstöße mit Geldstrafen von umgerechnet bis zu 320 Euro bestraft werden. Grundlage ist ein 2019 kurz vor dem Amtsantritt von Selenskyj verabschiedetes
Gesetz: Dieses schreibt zur Zurückdrängung der russischen Sprache
Ukrainisch in weiten Lebensbereichen vor.