Trotz der angespannten Situation an den Getreidemärkten sieht Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) Ausnahmen von Flächenstilllegungen kritisch. "Wir können gerne diskutieren über Flächen, dann reden wir aber über das ganze Bild", sagt er in Brüssel. Dann rede man zum Beispiel auch über einen Umbau der Tierhaltung, um Flächen für Nahrung zu gewinnen, statt sie für Futterproduktion zu nutzen.
Hintergrund ist, dass in der EU ab 2023 mindestens vier Prozent der Ackerfläche nicht mehr bewirtschaftet werden sollen. Damit sollen Tier- und Pflanzenwelt geschützt werden. Seit Ausbruch von Russlands Krieg gegen die Ukraine waren Forderungen lauter geworden, weniger strengen Umweltschutz zu betreiben, um mehr Getreide zu produzieren. Özdemir hält davon wenig.