Letztes Update:
20220721020520

12:13
20.07.2022
Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen schwört seine Landsleute auf einen entbehrungsreichen Winter ein. Es zeichne sich aufgrund des Ukraine-Kriegs und seiner Folgen ein massives Energieproblem ab, sagte das Staatsoberhaupt  bei der Eröffnung der Bregenzer Festspiele am Bodensee. "Hunderttausende von Menschen in unserem Land haben Angst und sind am Rande der Verzweiflung", so Van der Bellen mit Blick auf die Teuerungswelle. 
Die bisherige Energie-Abhängigkeit von Russland sei unerträglich. "Aber es ist auch unerträglich, auch nur mit dem Gedanken zu spielen, sich zum unterwürfigen Verbündeten eines Diktators zu machen", so Van der Bellen. "Nichts mehr wird so sein wie früher."

12:04
20.07.2022
Russische Truppen haben nach eigenen Angaben in der Ukraine wichtige Waffensysteme und Depots des Gegners getroffen. So sei ein Lager mit Munition für ukrainische Raketen nahe des Orts Soledar im Donbass vernichtet worden. Das teilt das Verteidigungsministerium in Moskau in seinem aktuellen Lagebericht mit. Ebenso sei im Gebiet Odessa eine Abschussrampe für die Anti-Schiffs-Raketen Harpoon aus US-Produktion zerstört worden.

11:39
20.07.2022
Nach der russischen Besatzung des Gebiets um die ukrainische Atomruine Tschernobyl hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace radioaktive Gefahren beklagt. Durch das Ausheben von Schützengräben hätten die russischen Soldaten radioaktiv verstrahlte Erde freigelegt, teilen Greenpeace-Experten in Kiew mit. Minen und die Bodenveränderungen im Sperrgebiet würden vor allem die zukünftige Arbeit von Feuerwehrleuten gefährden. 
Der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) warf Greenpeace eine Verharmlosung der durch die russische Armee verursachten Risiken in Tschernobyl vor. "Der IAEO fehlt es an Objektivität. Sie schätzt die Risiken der Atomkraft nicht unabhängig ein", sagt Greenpeace-Atomexperte Thomas Breuer. "Damit die Behörde glaubwürdig auf die vielfältigen Gefahren der Atomenergie reagieren kann, muss sie künftig von einer Agentur zur Verbreitung von Atomkraft zu einer Überwachungsbehörde umgebaut werden." Experten habe sie dafür. Greenpeace warf der IAEO außerdem zu enge Beziehungen zum russischen staatlichen Atomunternehmen Rosatom vor. Der Chef der Tschernobyl-Sperrzonenverwaltung, Jewhen Kramarenko, sagt, dass die russischen Soldaten nicht um medizinische Hilfe ersucht hätten. "Wir wissen nicht, was mit ihnen passiert ist", betont Kramarenko. 

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