Letztes Update:
20220723101005

09:38
23.07.2022
Die Bundesnetzagentur hat die Verbraucher zu mehr Anstrengungen beim Energiesparen aufgefordert, damit Deutschland auch in Zeiten knappen Erdgases durch den Winter kommt. Im bisherigen Jahresverlauf liege der Gasverbrauch 14 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. "Ich muss aber in Richtung 20 Prozent kommen, es muss noch eine Schippe draufgepackt werden."

Er wies darauf hin, dass der größte Teil der Einsparungen an der relativ milden Witterung in diesem Jahr gelegen habe - vor allem dadurch liefen die Heizungen nicht so stark wie im Vorjahr. Wäre das Wetter hingegen gleich geblieben wie 2021, wären es nur fünf Prozent gewesen.

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09:37
23.07.2022
Die Bau- und Energieexpertin Lamia Messari-Becker ruft wegen des anhaltenden Risikos russischer Gas-Ausfälle zu einem grundsätzlichen Umsteuern in der deutschen Energiepolitik auf. Man müsse die Versorgungssicherheit sowie den Umbau der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr endlich als ein integriertes Projekt begreifen, anstatt die Bereiche wie bisher eher isoliert zu betrachten, sagt sie der Deutschen Presse-Agentur.
Die "ausschließliche Ausrichtung der Energiewende auf Strom" habe auch dazu geführt, dass Erdgas zu sehr aus dem Blick geraten sei. Darin zeige sich auch eine "technische Ignoranz", kritisiert die Professorin für Gebäudetechnologie und Bauphysik an der Uni Siegen. "Das ist für eine Industrienation und einen Sozialstaat wie die Bundesrepublik Deutschland inakzeptabel." Aus Sicht Messari-Beckers hat sich die Politik jahrelang mit dem an sich zentralen und notwendigen Thema Ökostrom befasst, dabei aber klimaschonendere Konzepte für eine Wärme- und eine Verkehrswende vernachlässigt.

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