Bundespräsident
Frank-Walter Steinmeier wirbt für Solidarität mit der Ukraine -
selbst wenn das Nachteile im eigenen Land bedeuten würde. "Der Krieg, den Putin gegen die Ukraine führt, ist auch ein Krieg gegen die Einheit Europas. Wir dürfen uns nicht spalten lassen", sagt Steinmeier beim 500. Libori-Mahl in Paderborn. Man könne nur dann eine eindeutige Haltung an den Tag legen und sich über die eigene Verantwortung klar werden, "wenn wir bereit sind, diese Werte zu verteidigen, wenn wir bereit sind, für ihre Geltung einzustehen und für sie auch, ja, empfindliche Nachteile in Kauf zu nehmen."
"Sind wir dazu bereit?", fragt er. "Vor dieser Frage stehen wir alle – heute und in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten."
Er befürchte eine Rückkehr in eine Zeit der gegenseitigen Abschottung zwischen Ost und West, sagt Steinmeier weiter. "Die Älteren wissen noch um die Fragilität und Gefährlichkeit dieses Zustands."