Letztes Update:
20220726020527

11:59
25.07.2022
Der Kreml weist die Kritik von Bundeskanzler Scholz an der Zuverlässigkeit russischer Gaslieferungen zurück. "Diese Aussagen stehen in absolutem Widerspruch zur Wirklichkeit und der Geschichte der Lieferungen", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Er kündigt zugleich an, die Gaslieferungen über die Ostseepipeline Nord Stream 1 so weit zu steigern, wie das technisch möglich sei.
Russland sei nicht an der Einstellung der Gaslieferungen nach Europa interessiert. Die Lage könne sich allerdings ändern, wenn die EU weiter zu Sanktionen greife, die ihr im Endeffekt selbst schadeten. Mit Blick auf Nord Stream 1 versicherte Peskow, dass eine Turbine eingebaut werde, sobald Siemens Energy die dazugehörigen Dokumente übergebe. Die Bundesregierung sieht die Moskauer Darstellung als Vorwand, um die geringeren Gaslieferungen nach Deutschland zu rechtfertigen. Durch Nord Stream 1 fließen im Moment 40 Prozent der maximal möglichen Gasmengen.

11:38
25.07.2022
Das zweitplatzierte Großbritannien wird im kommenden Jahr anstelle des diesjährigen ESC-Siegers Ukraine den Eurovision Song Contest ausrichten. "Nach der Anfrage der European Broadcasting Union und der ukrainischen Behörden freue ich mich, dass die BBC zugesagt hat, den Wettbewerb im nächsten Jahr auszurichten", sagte die britische Kulturministerin Nadine Dorries am Montag. Allerdings sei es traurig, dass der ESC aufgrund des «andauernden russischen Blutvergießens» nicht in der Ukraine stattfinden könne, dort wo er eigentlich hingehöre.
«Vergangene Woche haben Präsident Selenskyj und ich vereinbart, dass die Eurovision 2023, wo auch immer sie stattfindet, das Land und die Menschen in der Ukraine feiern muss", schreibt der britische Premier Boris Johnson auf Twsitter. "Da wir nun Gastgeber sind, wird das Vereinigte Königreich dieses Versprechen direkt einlösen - und im Namen unserer ukrainischen Freunde einen fantastischen Wettbewerb veranstalten.»

11:29
25.07.2022
UPDATE | Deutschland will die Zusammenarbeit mit der Ukraine bei der Aufarbeitung russischer Kriegsverbrechen verstärken. Die schon bestehende Kooperation mit dem Bundeskriminalamt solle ausgeweitet werden, sagt Bundesinnenministerin Nancy Faeser in Hostomel bei Kiew. Die SPD-Politikerin hält sich zusammen mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil in der Ukraine auf. 
Heil kündigt "administrative Beratung und Hilfe" an - zum Beispiel für Ukrainer, die durch den Krieg ihre Arbeit verloren haben. "Dieser Krieg ist ja nicht nur eine humanitäre Krise und eine massive militärische Auseinandersetzung, sondern auch eine Kriegswirtschaftskrise." 

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