Russland hofft nach Kreml-Angaben angesichts der gedrosselten Gaslieferungen durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 nach Deutschland auf eine rasche Rückkehr der reparierten Gasturbine. Die in Kanada gewartete Turbine solle dann in die Gasverdichterstation Portowaja eingebaut werden, danach könnten die Arbeiten für die Wiederinbetriebnahme laufen, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow.
Die Bundesregierung hingegen wirft Russland Machtspiele vor. Es würden "keine technischen Ursachen" gesehen, heißt es in Berlin. Eine gewartete Turbine sei bereit, an den russischen Energiekonzern Gazprom übergeben zu werden, damit sie eingesetzt werden könne. Die Rohstoffgroßmacht Russland steht seit langem in der Kritik, Gas als geopolitische Waffe für die Durchsetzung eigener Interessen anzuwenden.