Letztes Update:
20220802020504

10:54
31.07.2022
Der frühere Daimler-Chef und langjährige Sozialdemokrat Edzard Reuter rät angesichts des Parteiausschlussverfahrens gegen Ex-Kanzler Gerhard Schröder zu mehr Gelassenheit. "Ich würde den Fall Gerhard Schröder einfach drei Dimensionen tiefer hängen", sagt der 94-jährige Reuter der Rhein-Neckar-Zeitung. "Und es ist mir schnurzegal, ob er in der Partei ist oder nicht, weil: Er spielt keine Rolle mehr und er wird keine Rolle mehr spielen".

Edzard Reuter ist Sohn des früheren Berliner Bürgermeisters Ernst Reuter und war von 1987 bis 1995 Daimler-Benz-Vorstandschef. Seit 1946 ist Reuter in der SPD. "Ich habe ein so langes persönliches Verhältnis zu Gerhard Schröder, dass ich mich sehr ungerne zu solchen ihn persönlich treffenden Dingen und seine charakterlichen Eigenheiten äußere", betont Reuter. "Aber eine Partei muss dafür sorgen, dass sie einigermaßen eine inhaltliche Linie verfolgt, da kann nicht jeder immer etwas ausposaunen", ergänzt er. «Herr
Schröder ist ein alt gewordener Herr – nicht ganz so alt wie ich – den man nicht mehr ganz so ernst nehmen sollte."

extern
Ja, bitte Inhalte laden.

09:58
31.07.2022
Das Rote Kreuz hat nach dem Angriff auf ein Gefangenenlager im Osten der Ukraine zunächst vergeblich auf Zugang zu den Verletzten gewartet. "Um es klar zu sagen: Unserem Ersuchen um Zugang zu den Kriegsgefangenen aus dem Gefängnis Oleniwka wurde gestern nicht stattgegeben", twitterte die Delegation des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in der Ukraine. Das russische Verteidigungsministerium sagte dagegen in Moskau, es habe das IKRK zu einem Besuch eingeladen. 

Oleniwka liegt bei Donezk auf dem von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiet. In der Baracke mit Kriegsgefangenen soll in der Nacht zu Freitag eine Rakete eingeschlagen sein. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem vorsätzlichen russischen Kriegsverbrechen. Nach russischer Darstellung wurde die Einrichtung von einem Himars-Mehrfachraketenwerfer aus den USA getroffen, den die ukrainische Armee einsetzt. Die Angaben beider Seiten konnten nicht unmittelbar unabhängig geprüft werden.  

Wollen Sie Inhalte von Drittanbietern wie Facebook, Twitter oder Instagram sehen können?
https://www.rheinpfalz.de/datenschutzerklaerung/
Ja, bitte Inhalte laden.