Die von Siemens Energy gewartete
Turbine für die Gasleitung Nord Stream 1 ist weiter in Deutschland. Es gebe noch ausstehende Diskussionen, ob sie verschifft werden kann, sagt Energy-Chef Christian Bruch. Dabei betont er auch, dass die Instandhaltung für die Turbinen an der Verdichterstation von Nord Stream 1 grundsätzlich weitergehen könne - sofern dies gewünscht sei. Vom aktuell laufenden Rückzug aus den Geschäften in Russland sei dies getrennt. Grundsätzlich gehe der Servicezyklus bis 2024. Man sei aber davon abhängig, dass der Kunde sich melde und sage, dass man etwas machen solle.
Zum Streit über die Turbine und zu möglichen finanziellen Folgen sagt Bruch, dass er daraus keine vertraglichen Risiken sehe. Man könne klar zeigen, "dass wir alles getan haben, damit wir liefern können".
Seit Juni hat Russland die Gaslieferungen über Nord Stream 1 zurückgefahren.
Der Energiekonzern Gazprom begründet dies mit der fehlenden Turbine. Sie sei wichtig, um den nötigen Druck zum Durchpumpen des Gases aufzubauen. Gazprom wirft seinem Vertragspartner Siemens Energy wiederholt vor,
nicht die nötigen Dokumente und Informationen zur Reparatur der Maschine übermittelt zu haben. Siemens Energy weist die Vorwürfe zurück.