In der ersten Woche nach Inkrafttreten eines strikten Energiesparplans ist der Stromverbrauch in Spanien um 3,7 Prozent gesunken. Diese Zahl nannte die spanische Ministerin für Ökologischen Wandel, Teresa Ribera, vor Journalisten auf Menorca. "Die Reaktion der Bürger war außerordentlich positiv", sagte sie. Ribera betonte, der Erfolg sei angesichts der Kritik der konservativen Opposition umso bemerkenswerter.
Mit dem Sparpaket und mit weiteren Beschlüssen, die erst nach der Sommerpause gefasst werden sollen, will Spanien die im Rahmen des EU-Notfallplans eingegangenen Verpflichtungen erfüllen. Madrid hatte sich, wie auch andere Regierungen, dem Vorhaben zunächst widersetzt, es nach Zugeständnissen aber am Ende gebilligt. Demnach soll Spanien seinen Gaskonsum um sieben bis acht Prozent senken, während die meisten anderen EU-Länder 15 Prozent einsparen sollen. Seit Mittwoch voriger Woche dürfen in Spanien alle öffentlichen Einrichtungen sowie Kaufhäuser, Kinos, Büros, Geschäfte, Hotels, Bahnhöfe und Flughäfen ihre Räumlichkeiten auf nicht weniger als 27 Grad abkühlen. Es gibt aber Ausnahmen.