Letztes Update:
20220909020106

19:09
29.08.2022
Die spanische Regierung will anlässlich steigender Energiepreise den Unternehmen und den Privathaushalten keine Konsumrestriktionen aufbürden - und auch keine Duschtipps geben. "Muss ich den Familien sagen, dass sie mit kaltem Wasser duschen sollen, wie es die deutsche Regierung getan hat? Das würde mir nicht im Traum einfallen", sagte die Ministerin für Ökologischen Wandel, Teresa Ribera, im Interview der spanischen Zeitung El Mundo.
Vorstellen könne sie sich aber zum Beispiel Kampagnen, um "alte Gewohnheiten wiederzubeleben, wie etwa das Ausschalten von Licht, wenn es nicht benötigt wird, oder dass man die Heizung nicht so weit aufdreht". Die Ministerin der linksgerichteten Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez versicherte, dass es "keine Einschränkungen (des Energiekonsums) für Familien und Unternehmen geben wird". Spanien müsse Energie einsparen, sei aber "viel besser auf die Krise vorbereitet als andere Länder".
Ribera verglich die Lage ihres Landes mit der von Deutschland, um ihren Optimismus zu untermauern. Spanien sei "vom russischen Gas nicht so abhängig wie Deutschland, das auch Kohlekraftwerke in Betrieb halten muss", betonte die Ministerin in Bezug auf die negativen ökologischen Auswirkungen der Energieknappheit. Auf die Frage, ob Deutschland die aktuelle Situation nicht hätte vorhersehen können, antwortete Ribera: "Es ist erstaunlich, dass dies niemandem aufgefallen ist."

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18:47
29.08.2022
Bulgarien hat zur Bewältigung der Gasknappheit Gespräche mit dem russischen Staatskonzern Gazprom zur Wiederbelebung eines Vertrags aufgenommen. "Als geschäftsführende Regierung wollen wir das zu Ende führen, was wir als Vereinbarung bereits haben", sagte der amtierende Regierungschef Galab Donew in einem Fernsehinterview. Gazprom hatte alle Lieferungen an Bulgarien Ende April trotz eines bis Ende 2022 laufenden Vertrags eingestellt, da die damalige prowestliche Regierung in Sofia Zahlungen in Rubel abgelehnt hatte.
Es gebe keinen geopolitische Kurswechsel, sagte Donew zu Vorwürfen aus dem früheren Regierungslager, dass die Übergangsregierung die außenpolitische Ausrichtung des EU- und Nato-Mitglieds verändern wolle. Es gehe nun nicht um Verhandlungen mit Gazprom über neue Verträge, sondern um die Absicherung der gesamten Heizsaison.

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