Letztes Update:
20220909020106

13:19
31.08.2022
Die Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sind in der südostukrainischen Großstadt Saporischschja eingetroffen. Der ukrainische Atomkraftwerksbetreiber Enerhoatom veröffentlichte ein Video der Ankunft des Teams nach knapp neun Stunden Fahrt aus Kiew. Wann die 14-köpfige Mission unter Leitung von IAEA-Chef Rafael Grossi weiter in das von Russland besetzte Atomkraftwerk in Enerhodar fährt, ist noch unklar. 
Die Stadt Saporischschja, Hauptstadt des gleichnamigen Gebiets, steht unter ukrainischer Kontrolle. Das AKW - 50 Kilometer Luftlinie, aber rund 120 Kilometer Fahrtweg von der Hauptstadt gelegen - liegt dagegen auf von Russland besetztem Gebiet. An dem von Saporischschja etwa 40 Straßenkilometer entfernten Kontrollpunkt gibt es in beide Richtungen kilometerlange Staus. Die russischen Besatzungsbehörden hatten verkündet, dass die IAEA-Mission keine Sonderpassierscheine erhalten werde.

12:47
31.08.2022
Der tschechische Präsident Milos Zeman hat die Ratifizierungsurkunde für einen Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens unterzeichnet. Das teilte sein Sprecher in Prag mit. Zuvor hatten beide Kammern des Parlaments - das Abgeordnetenhaus und der Senat - der Norderweiterung des Verteidigungsbündnisses mit breiter Mehrheit zugestimmt.
Die Norderweiterung muss von allen 30 Nato-Mitgliedstaaten gebilligt werden. Schweden und Finnland hatten auf eine Mitgliedschaft in dem westlichen Militärbündnis jahrzehntelang verzichtet. Durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, der seit Februar andauert, hat sich das geändert. Tschechien ist bereits seit 1999 Mitglied der Nato und seit 2004 Teil der EU.

11:37
31.08.2022
Die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Organisation Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges hat sich für eine Verhandlungslösung im Ukraine-Krieg stark gemacht. "Wir plädieren für einen Verhandlungsfrieden und Interessensausgleich statt des Versuchs, ohne Rücksicht auf zivile Opfer einen militärischen Sieg zu erringen", sagt die Vorsitzende der deutschen Sektion der Organisation mit der internationalen Abkürzung IPPNW, Angelika Claußen. Besonders die gefährliche Zuspitzung der Lage rund um das russisch besetzte Atomkraftwerk Saporischschja zeige die Dringlichkeit eines Waffenstillstands in dem Konflikt.
Die Organisation hat zum Antikriegstag ein Papier veröffentlicht, in dem bereits begonnene Initiativen für einen Verhandlungsweg zusammengefasst werden, darunter der im März von der Ukraine in Istanbul vorgelegte Zehn-Punkte-Plan sowie ein im Mai ausgearbeiteter Friedensplan Italiens. Dass Absprachen mit Russland möglich seien, zeigten die erfolgreichen Verhandlungen über Getreideexporte aus der Ukraine.

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