Russlands Militärübungen haben sich nach Ansicht britischer Experten durch das schwache Abschneiden der russischen Streitkräfte in der Ukraine
als nutzlos erwiesen. Veranstaltungen wie das Manöver Wostok-22 hätten sich nicht darin bewährt, die Fähigkeiten des Militärs
zu großangelegten, komplexen Einsätzen zu erhalten, heißt es im Geheimdienst-Update des britischen Verteidigungsministeriums zum Ukraine-Krieg.
"Solche Veranstaltungen laufen stark nach Drehbuch ab, ermutigten keine Eigeninitiative und sind in erster Linie darauf ausgerichtet, die
russische Führung und das internationale Publikum zu beeindrucken", heißt es weiter. Die britischen Militärexperten gehen auch davon aus, dass die
tatsächliche Teilnehmerzahl deutlich geringer ist als von Moskau angegeben.
Schwere Kämpfe dauerten unterdessen nach Angaben der Briten
im Süden der Ukraine an - auch in der Nähe des von russischen Truppen besetzten
Kernkraftwerks Saporischschja.