Laut Enerhoatom besteht in Saporischschja
aktuell die Gefahr, gegen den Strahlen- und Brandschutz zu verstoßen. Innerhalb der vergangenen drei Tage wurden laut Betreiber alle fünf Hochspannungsleitungen zum AKW und dem nahen Wärmekraftwerk durch Artilleriebeschuss beschädigt. Vor anderthalb Wochen, am 25. August, hatte es ebenfalls eine Notabschaltung der zwei in Betrieb befindlichen Reaktoren mit anschließendem Stromausfall in den besetzten südukrainischen Gebieten gegeben. Nach Darstellung von Enerhoatom
dauert die Mission der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) dort an. Von den zuletzt sechs Experten haben nach russischen Angaben vier die Anlage - wie von der IAEA geplant - inzwischen verlassen.
Enerhoatom beklagt im Nachrichtenkanal Telegram, dass Russland Militär, Waffen und Munition auf dem Gelände stationiert habe. Das bestreitet Moskau. Es lehnt auch eine Rückgabe des AKW ab, weil die Ukraine dessen Sicherheit nicht gewährleisten könne.