Letztes Update:
20220909020106

15:09
06.09.2022
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) fordert nach ihren ersten Untersuchungen im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja dringende Maßnahmen zur Verhinderung eines Atomunfalls. "Die IAEA ist weiterhin schwer besorgt über die Lage", schreibt IAEA-Chef Rafael Grossi in seinem Untersuchungsbericht. Die Situation sei "unhaltbar". Es sei daher dringend notwendig, eine nukleare Sicherheitszone rund um das von russischen Truppen besetzte AKW einzurichten, so Grossi. Alle an dem Konflikt beteiligten Seiten müssten sich darauf einigen.
Grossi berichtet unter anderem, das russische Panzerfahrzeuge in Turbinenhallen stationiert seien. Er fordert den Abzug der Geräte, da sie die Sicherheit der Anlage gefährden könnten. Die Lage der ukrainischen Mitarbeiter des AKW, die seit Monaten unter russischer Besastzung ihren Dienst verrichten, sei ebenfalls unhaltbar. Es gebe zu wenig Personal, und die verbliebenen Experten seien so hohem Stress ausgesetzt, dass Bedienungsfehler passieren könnten

14:58
06.09.2022
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gibt Europa die Schuld für die aktuelle Energiekrise. "Europa erntet, was es gesät hat", sagt das Staatsoberhaupt. Die gegen Russland verhängten Sanktionen hätten unweigerlich zu diesem Punkt geführt. "Putin setzt alle seine Mittel und Waffen ein. Erdgas ist das wichtigste davon." Erdogan folgt damit der Argumentation des Kreml.
Im Gegensatz zu Europa werde die Türkei diesen Winter keine Probleme haben, so Erdogan. Die Türkei ist ebenfalls abhängig von russischem Gas und hat sich bisher nicht an westlichen Sanktionen gegen Moskau beteiligt.

14:37
06.09.2022
Das zwischen der EU und Russland geschlossene Abkommen zur Erleichterung der Visa-Vergabe könnte bereits ab kommendem Montag ausgesetzt werden. Die EU-Kommission schlug den Schritt offiziell in Brüssel vor, nachdem die EU-Staaten zuletzt eine Grundsatzeinigung darüber erzielt hatten. Sie sei zuversichtlich, dass der Rat der EU-Staaten den Vorschlag in dieser Woche formell annehmen werde, sagt EU-Innenkommissarin Ylva Johansson. "Das bedeutet, dass wir am Montagmorgen eine neue gemeinsame Visaregelung für Russland haben werden." Dies dürfte dazu führen, dass russische Touristen deutlich länger auf ihr Visum warten müssen.

14:19
06.09.2022
Außenministerin Annalena Baerbock warnt davor, sich bei der Suche nach Energielieferanten für Deutschland in neue Abhängigkeiten von autokratischen Systemen zu begeben. Nötig seien künftig verlässliche Partner, sagt die Grünen-Politikerin im Auswärtigen Amt beim Wirtschaftstag der Leiterinnen und Leiter deutscher Auslandsvertretungen. "Das Prinzip Hoffnung, mit diesen autokratischen Regierungen wird es schon nicht so schlimm werden, das können wir uns nicht ein zweites Mal leisten", ergänzt sie. Welche Länder sie meint, sagt die Ministerin nicht.
Baerbock wirft Russlands Präsident Wladimir Putin im Zusammenhang mit den eingestellten Gaslieferungen über die Pipeline Nord Stream 1 immer offenere Erpressungsversuche vor. Der Kreml glaube, am längeren Hebel zu sitzen. Die Ministerin betonte jedoch: "Wir werden uns auf diese Erpressung nicht einlassen." 

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