Letztes Update:
20220909020106

18:18
08.09.2022
In Estland haben Unbekannte auf dem deutschen Soldatenfriedhof bei Vana-Ahtma mehrere Grabsteine mit Symbolen für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beschmiert. Nach Angaben der Polizei des baltischen EU- und Nato-Landes wurden sie mit dem Buchstaben Z verunstaltet, das zu einem Symbol für die Unterstützung Russlands geworden ist. Es steht für "za pobedu" ("Für den Sieg"). Auch Sowjetsterne wurden auf den Grabsteinen angebracht, die nach einem Bericht des estnischen Rundfunks bereits einer ersten Reinigung unterzogen wurden. Die Polizei hat die Suche nach den Tätern aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet.
Der Soldatenfriedhof im Osten des baltischen Landes, in dem eine starke russische Minderheit lebt, ist die letzte Ruhestätte von im Zweiten Weltkrieg gefallenen deutschen Truppen. Estland war damals abwechselnd von der Sowjetunion und Deutschland besetzt. Nach Kriegsende blieb das Land bis 1991 unfreiwillig Teil der Sowjetunion.

17:45
08.09.2022
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ruft zum Zusammenhalt in Deutschland angesichts der Folgen des russischen Kriegs in der Ukraine auch im Herbst und Winter auf. Nicht vergessen werden dürfe, wer der Gegner sei, sagte Heil in den Haushaltsberatungen im Bundestag. "Er sitzt in Moskau, er will unsere Gesellschaft spalten, er will uns verunsichern", sagte Heil mit Blick auf Russlands Präsident Wladimir Putin. Putin setze Energie als Waffe ein.
Wegen der hohen Energiepreise und den daraus entstehenden Belastungen habe die Regierung Entlastungspakete im Umfang von fast 100 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. "Es geht darum, die gesamte Gesellschaft im Blick zu haben und dafür zu sorgen, dass diese Gesellschaft nicht durch Putins Krieg zerrissen wird", sagte Heil. Auch im Herbst und Winter werde die Kurzarbeit als Brücke dienen, wenn Unternehmen unter Druck gerieten.

extern
Ja, bitte Inhalte laden.

17:03
08.09.2022
Die starken Preisanstiege für Gas und Strom führen laut einer aktuellen Prognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) "zu massiven Realeinkommensverlusten" und einer Rezession in Europa. Seit dem Ukraine-Krieg sei Energie knapper und teurer geworden, erklärte das IWH. Im Euroraum dürfte der drastische Anstieg der Importpreise für Energie im kommenden Winter über den Verlust von Realeinkommen eine Rezession auslösen. Das Realeinkommen beschreibt die Kaufkraft unter Berücksichtigung der Inflation.
Die IWH-Experten gehen im laufenden Jahr von einer Steigerung der Verbraucherpreise um knapp acht Prozent aus. Im Jahr 2023 könnte die Teuerung sich sogar der Zehn-Prozent-Marke nähern, hieß es in dem Konjunkturbericht. Im August lagen die Verbraucherpreise in Deutschland um 7,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Wollen Sie Inhalte von Drittanbietern wie Facebook, Twitter oder Instagram sehen können?
https://www.rheinpfalz.de/datenschutzerklaerung/
Ja, bitte Inhalte laden.