Letztes Update:
20220913020012

19:55
12.09.2022
Die ukrainischen Truppen durchkämmen die zurückeroberten Gebiete im Osten nach Kollaborateuren der russischen Besatzungsmacht. Außerdem würden Minen geräumt, teilt der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht am Abend mit. Er macht keine weiteren Angaben zum Vordringen der Ukrainer, die die russischen Truppen im Gebiet Charkiw weitgehend in die Flucht geschlagen haben. Fotos zeigten ukrainische Soldaten am Montag in Sjwatohirsk im Gebiet Donezk. Eine Bestätigung für die Einnahme der Stadt mit einem wichtigen orthodoxen Kloster gab es nicht.
Der Generalstab berichtete von Kämpfen am Montag fast entlang der gesamten Frontlinie im Osten. Mehrere Angriffe der russischen Armee seien abgewehrt worden. Die eigene Luftwaffe und Artillerie habe mehrere russische Kommandopunkte und Depots zerstört. Die Militärangaben waren nicht unabhängig überprüfbar. 

19:31
12.09.2022
Der scheidende ukrainische Botschafter Andrij Melnyk betont, dass die Geländegewinne der ukrainischen Truppen vom Wochenende nicht ohne westliche Waffen möglich gewesen wären. Die Bundesregierung müsse ihre Blockadehaltung bei weiteren Lieferungen aufgeben, sagte er dem Fernsehsender Welt.
"Es kann nicht mehr sein, dass man immer wieder eine neue Ausrede erfindet, um nicht das zu liefern, was notwendig ist." Man sehe, dass die Waffenlieferungen Leben retteten.

19:08
12.09.2022
Die Führung der von Russland annektierten Halbinsel Krim will das Verwenden pro-ukrainischer Slogans und das Singen russlandkritischer Lieder unterbinden. Es seien Videos mit solchen Vorfällen bei offiziellen Veranstaltungen aufgetaucht, sagt Krim-Verwaltungschef Sergej Aksjonow in Simferopol. 
Wer so etwas organisiere oder dabei mitmache, solle zur Verantwortung gezogen und entlassen werden, schreibt Aksjonow auf Telegram. Er droht auch mit "anderen Maßnahmen im Rahmen der Gesetzgebung". Ein solches Verhalten sei "Verrat am eigenen Land", schreibt er. Wer die Ukraine unterstütze, solle dorthin ausreisen. 

18:12
12.09.2022
Angesichts des bald endgültigen Austritts Russlands aus der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) hofft der Europarat, dass der Rückzug nicht für immer ist. "Unsere Hoffnung ist, dass die russischen Bürger eines Tages wieder den Schutz der Europäischen Menschenrechtskonvention genießen können", sagt Europaratschefin Marija Pejčinović Burić.
Es sei bedauernswert, dass Russland sich durch den Austritt noch mehr isoliere und den über 140 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern den Schutz der Menschenrechtskonvention entziehe.

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