Die Finanzsanktionen gegen Russland bedrohen eine weitere Bank in Europa. Die Europa-Tochter der zweitgrößten russischen Bank VTB, befinde sich "wegen der Auswirkungen der Sanktionen und der Untersagung des Neugeschäfts im Prozess einer geordneten Verwaltung und Abwicklung des Bestandsgeschäfts", teilte der von der deutschen Finanzaufsicht Bafin eingesetzte Sonderbeauftragte Frank Hellwig bereits gestern mit. "Andere Szenarien, wie einen Verkauf und damit einen Eigentümerwechsel, zeichnen sich angesichts der bestehenden Sanktionen gegenüber der russischen Muttergesellschaft der Bank nicht ab."
Für das erste Halbjahr 2022 weist das Institut nach eigenen Angaben einen Verlust von 35,8 Millionen Euro aus. Im Gesamtjahr 2021 standen noch 26,9 Millionen Euro Überschuss in den Büchern.