Letztes Update:
20220913175012

16:23
13.09.2022
UPDATE | Nach mehreren Monaten hat Bundeskanzler Olaf Scholz erstmals wieder mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. In dem 90-minütigen Gespräch habe Scholz heute darauf gedrungen, dass es so schnell wie möglich zu einer diplomatischen Lösung des russischen Krieges in der Ukraine komme, die auf einem Waffenstillstand, einem vollständigen Rückzug der russischen Truppen und Achtung der territorialen Integrität und Souveränität der Ukraine basiere, teilt Regierungssprecher Steffen Hebestreit mit.
 
"Der Bundeskanzler betonte, dass etwaige weitere russische Annexionsschritte nicht unbeantwortet blieben und keinesfalls anerkannt würden", so Hebestreit weiter. Scholz hat nach Angaben eines Regierungssprechers zuletzt Ende Mai mit Putin telefoniert. 

Die Mitteilung des Kremls zu dem Telefonat ließ auf keinerlei Einlenken Putins schließen. Der Präsident habe den Kanzler auf die "himmelschreienden Verstöße" der Ukrainer gegen das humanitäre Völkerrecht aufmerksam gemacht, hieß es. Die ukrainische Armee beschieße Städte im Donbass und töte dort Zivilisten. Im Streit über Gaslieferungen betonte Putin demnach, dass Russland ein zuverlässiger Lieferant sei. Westliche Sanktionen verhinderten aber eine ordnungsgemäße Wartung der Ostsee-Pipeline Nord Stream 1. 

16:11
13.09.2022
Bei ihrer Gegenoffensive hat die Ukraine in einer Woche im östlichen Gebiet Charkiw mindestens 300 Ortschaften mit knapp 150.000 Einwohnern auf 3800 Quadratkilometern befreit. Das sagt Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar heute in Balaklija, einer der zurückeroberten Städte. Dies seien nur die bestätigten Zahlen, sagt sie einer Mitteilung auf Telegram zufolge. Vermutlich sei das befreite Territorium im Gebiet Charkiw fast doppelt so groß. Morgen werde es weitere Daten geben.

15:22
13.09.2022
Litauen und Deutschland haben den Aufbau einer Nato-Brigade zum verstärkten Schutz des baltischen Nato-Partners besprochen. Benedikt Zimmer, Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, reiste dazu nach Angaben des litauischen Verteidigungsministeriums heute nach Vilnius. Zuvor waren Anfang September der Brigadestab und die ersten deutschen Soldaten mit Ausrüstung auf dem litauischen Militärstützpunkt Rukla eingetroffen.

"Die Präsenz deutscher Soldaten in Litauen ist einer der wichtigsten Abschreckungsfaktoren", wurde Vize-Verteidigungsminister Vilius Semeska in einer Mitteilung zitiert. "Wir tun unser Bestes, um die gesamte Brigade so schnell und so effizient wie möglich in Litauen zu empfangen". Demnach seien Infrastrukturarbeiten mit Deutschland geplant und bereits im Gange. Auch werde die Unterstützung vor Ort ausgebaut und die gemeinsame Beschaffung von Waffensystemen koordiniert, erklärte Semeska weiter. 

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