Ob es im Winter in Deutschland einen Gas-Notstand geben wird, ist nach Einschätzung der Bundesnetzagentur weiter offen. "Wir dürften erst über einen Gasmangel Bescheid wissen, wenn er nicht mehr aufzuhalten ist", sagte Behördenchef Klaus Müller dem "Handelsblatt". "Das Wetter, damit das private Heizverhalten und die Situation in den Nachbarländern sind die ausschlaggebenden Kriterien." Alle drei Faktoren ließen sich nicht vorhersagen.
Seine Behörde arbeite an Modellen, um Politik und Wirtschaft einige Tage Vorwarnzeit vor einem Gasmangel geben zu können. "Durch die gut gefüllten Speicher können wir uns Zeit erkaufen, uns länger auf einen Gasmangel vorzubereiten. Mehr als eineinhalb Wochen können wir beim Gasverbrauch aber nicht voraussehen", sagte Müller in dem Interview.