Der frühere US-Präsident
Bill Clinton verteidigt angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine
die Nato-Osterweiterung. "Ich denke, wir haben das Richtige zur richtigen Zeit getan. Und wenn wir es nicht getan hätten, wäre diese Krise vielleicht noch früher eingetreten", sagte Clinton in einem Interview mit dem Sender
CNN. "Ich bin heute mehr als damals davon überzeugt, dass wir das Richtige getan haben", fügte er hinzu.
"Als ich tat, was ich tat,
bot ich
Russland nicht nur eine besondere Partnerschaft mit der Nato an, sondern auch die Aussicht auf eine eventuelle Mitgliedschaft in der Nato", so Clinton weiter. Er habe damals argumentiert, dass die größten Sicherheitsprobleme in Zukunft von nichtstaatlichen Akteuren oder von autoritären Staaten ausgehen würden, die chemische, biologische und nukleare Kapazitäten an terroristische Gruppen verkaufen würden.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begannen ab 1999 osteuropäische Länder, der Nato beizutreten: Tschechien, Ungarn und Polen waren die ersten. Das Verteidigungsbündnis ist damit auf
mittlerweile 30 Mitglieder gewachsen. Bill Clinton war von 1993 bis 2001 US-Präsident.