Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bezeichnet das jüngste Vorgehen Russlands als schwerste Eskalation seit Beginn der Invasion am 24. Februar. "Das ist ein entscheidender Moment", sagt der Norweger in Brüssel. Er verweist auf die Teilmobilisierung Russlands, nukleares Säbelrasseln und die unrechtmäßige Annexion ukrainischer Gebiete. "Nichts davon zeugt von Stärke. Es zeigt Schwäche", so Stoltenberg. Dies sei ein Eingeständnis, dass der Krieg nicht nach Plan verlaufe. Stoltenberg betont, wenn man die Annexion akzeptiere und sich vom nuklearen Säbelrasseln davon abhalten lasse, die Ukraine zu unterstützen, dann akzeptiere man nukleare Erpressung. Vielmehr müsse man die Ukraine weiter unterstützen.
Auch die G7-Gruppe führender Industriestaaten bezeichnete die Annexion als "einen neuen Tiefpunkt der eklatanten Missachtung des Völkerrechts durch Russland". Die Staaten stünden "unbeirrbar" zur Ukraine und deren Recht, sich zu verteidigen und ihr Hoheitsgebiet von Russland zurückzuerlangen.