Letztes Update:
20221008020013

15:51
07.10.2022
Der scheidende ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, denkt darüber nach, zunächst ohne seine Familie in sein Heimatland zurückzukehren. "Wir überlegen noch, ob ich zunächst alleine fahre", sagte Melnyk dem Spiegel. Seine Frau Switlana Melnyk sagte, es werde für alle eine große Herausforderung. "Wir haben einen 20-jährigen Sohn, der hier studiert, und eine 11-jährige Tochter, die in Berlin in die sechste Klasse geht." Das größte Problem werde sein, für die gemeinsame Tochter eine Schule mit Schutzbunker zu finden, davon gebe es zu wenige. "Sonst ist nur Onlineunterricht erlaubt", sagte Switlana Melnyk.
Ihr Mann wird am 14. Oktober Berlin verlassen, um einen neuen Posten im Außenministerium in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu übernehmen. Sein Nachfolger ist der ukrainische Top-Diplomat Olexij Makejew.

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15:25
07.10.2022
Die Bundesregierung will ihren Instrumentenkasten im Umgang etwa mit russischen Oligarchen erweitern. Zwar seien EU-Sanktionen in Deutschland unmittelbar wirksam, heißt es in einem Gesetzentwurf, den Finanz- und Wirtschaftsministerium an die übrigen Ressorts der Bundesregierung übermittelten und der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Aber: "Die bestehenden rechtlichen Regelungen sind bislang nicht speziell auf die Sanktionsdurchsetzung ausgerichtet und reichen daher nicht dafür aus, dass die Behörden auf Bundes- und Länderebene dieses Ziel vollumfänglich und effektiv erreichen können." Der Bundestag muss dem Vorhaben zustimmen.
So soll eine neu zu schaffende Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung (ZfS) in der Zuständigkeit des Bundesfinanzministeriums die Arbeit der in Deutschland zuständigen Behörden koordinieren - dies soll auch Synergieeffekte für die Bekämpfung der Geldwäsche ermöglichen. Die Zentralstelle soll auch Tipps von Hinweisgebern entgegennehmen. Wenn ein Unternehmen gegen Sanktionen verstößt oder zu verstoßen droht, soll die Stelle einen Sonderbeauftragten zu seiner Überwachung einsetzen können.

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