Letztes Update:
20221009202310

20:22
09.10.2022
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigt die Unmöglichkeit von Verhandlungen mit Russland. "Der ständige Terror gegen die Zivilbevölkerung ist Russlands offensichtliche Absage an echte Verhandlungen", sagte Selenskyj in seiner Videobotschaft in der Nacht zum Montag. "Terror auf Staatsebene ist eines der schlimmsten internationalen Verbrechen." Kurz zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin den ukrainischen Geheimdienst für den kürzlichen Anschlag auf die Krim-Brücke verantwortlich gemacht und von einem "Terrorakt" gesprochen.
"Putin beschuldigt die Ukraine des Terrorismus? Das sieht sogar für Russland zu zynisch aus", erwiderte daraufhin der Berater des ukrainischen Präsidentenbüros, Mychajlo Podoljak, auf Twitter. Podoljak verwies auf jüngste Raketenangriffe in der südukrainischen Stadt Saporischschja, infolge dessen jüngsten Erkenntnissen nach mehr als ein Dutzend Menschen starben. "Nein, es gibt nur einen Terrorstaat - und die ganze Welt weiß, wer er ist."

19:44
09.10.2022
Kanzler Olaf Scholz und US-Präsident Joe Biden haben die russischen Annexionen von Gebieten in der Ukraine erneut verurteilt. Scholz und Biden hätten in ihrem Telefonat zudem die "jüngsten nuklearen Drohgebärden Moskaus als unverantwortlich" kritisiert und seien sich einig gewesen, dass der Einsatz solcher Waffen "außerordentlich gravierende Konsequenzen für Russland" haben würde, teilte der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Hebestreit, mit.
Vom Weißen Haus hieß es zu dem Gespräch, Biden und Scholz hätten betont, sich weiterhin dafür einsetzen zu wollen, dass Russland für sein "brutales Vorgehen" zur Verantwortung gezogen werde und dass die Ukraine Sicherheits- und Wirtschaftshilfe bekomme.

18:43
09.10.2022
Es ist die erste Militärübung der deutschen Brigade zum verstärkten Schutz der Nato-Ostflanke: Bei dem Manöver "Fast Griffin" üben deutsche Soldaten mit litauischen Truppen auf dem Truppenübungsplatz Gaiziunai nahe dem Militärstützpunkt Rukla. "Sinn und Zweck dieser Übung ist es, mit unseren litauischen Partnern die Interoperabilität im Gefecht zu testen", sagte Brigadegeneral Christian Nawrat der Deutschen Presse-Agentur bei einem Besuch auf dem Übungsgelände. "Das beginnt beim gleichen taktischen Verständnis, bei den Absprachen im Bereich des Führungsprozesses und endet letztlich bei der gemeinsamen Sprache über Funk." Nawrat ist Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 41 "Vorpommern", die für den verstärkten Schutz Litauens bestimmt worden war. 
An der Übung sind rund 200 deutsche Soldaten des Jägerbataillons 413 aus Torgelow und etwa 50 Transport- und Gefechtsfahrzeuge beteiligt.

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