Letztes Update:
20221010162037

13:43
10.10.2022
Die ukrainische Führung ruft nach den schweren russischen Luftangriffen die Bevölkerung auf, am Abend elektrische Geräte auszuschalten, um das Stromnetz nicht zu überlasten. "Wegen des heutigen Beschusses bitten wir alle inständig, nach Möglichkeit zwischen 17 und 22 Uhr den Energieverbrauch zu beschränken", schreibt der stellvertretende Chef des Präsidialbüros, Kyrylo Tymoschenko, auf Telegram. Nur so lasse sich die Spitzenbelastungszeit ohne weitere Abschaltungen überstehen.
Der Vertreter des ukrainischen Präsidenten im Parlament, Andrij Herus, warnt vor einem "der schwersten Abende" für die ukrainische Energieversorgung. In einigen Regionen werde es gar keinen Strom geben, in anderen werde nach Plan für eine gewisse Zeit der Strom abgestellt.

13:33
10.10.2022
Nach den neuen russischen Raketenangriffen stoppt eine führende Hilfsorganisation ihre Einsätze in den betroffenen ukrainischen Städten bis auf Weiteres. Der Norwegische Flüchtlingsrat (NRC) habe Mitarbeiter in mehreren der Städte, die am Morgen angegriffen worden seien, teilt NRC-Generalsekretär Jan Egeland mit. Man stelle die Einsätze solange ein, bis es sicher sei, sie fortzusetzen. Man könne gefährdeten Menschen nicht helfen, "wenn sich unsere Helfer vor einem Bombenhagel verstecken und wiederholte Angriffe fürchten", erklärt Egeland.

13:25
10.10.2022
Der niederländische Premier Mark Rutte verurteilt die neuen russischen Angriffe als Terrorismus. "Dies ist keine Vergeltung, dies ist Terrorismus", schreibt Rutte bei Twitter. Die Angriffe hätten das "überdeutliche Ziel", auch unschuldige Bürger zu treffen. Rutte hatte zuvor mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. 

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