Letztes Update:
20221028123105

08:22
28.10.2022
In Russland werden seit Beginn des Jahres deutlich mehr Mittel gegen Depressionen gekauft als im Vorjahr. Bis Ende September seien 8,4 Millionen Packungen Antidepressiva im Wert von fünf Milliarden Rubel (umgerechnet gut 80 Millionen Euro) über den Ladentisch gegangen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf eine Statistik des Zentrums für perspektivische Technologien. 
Der Anstieg bei den Packungen beläuft sich demnach auf 48 Prozent, bei den Ausgaben sogar auf 70 Prozent. Seit Februar führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Ob die höheren Verkaufszahlen für Medikamenten gegen Depressionen damit in Zusammenhang stehen, ist bislang nicht klar. Der Statistik zufolge kaufen seit Kriegsbeginn vor allem Menschen in den Großstädten verstärkt Antidepressiva. 

07:03
28.10.2022
Der Machthaber der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, hat nach einem Artilleriebeschuss durch ukrainische Truppen hohe Verluste in den eigenen Reihen zugegeben. "Es sind 23 Kämpfer gestorben und 58 verletzt worden", schrieb Kadyrow in der Nacht zum Freitag auf seinem Telegram-Kanal. 
Ukrainische Quellen hatten Anfang der Woche berichtet, dass eine tschetschenische Einheit im südukrainischen Gebiet Cherson über Fotos in sozialen Netzwerken ihren Standort verraten habe und so durch Artilleriebeschuss getroffen wurde. Normalerweise veröffentlichen russische Offizielle keine Zahlen zu eigenen Gefallenen. In diesem Fall ging es Kadyrow wohl darum, die von ukrainischer Seite genannten noch höheren Zahlen zu relativieren. 

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06:23
28.10.2022
Die US-Regierung sieht in ihrer neuen Militärstrategie Russland als "akute" Bedrohung. Das Wort sei sorgfältig gewählt worden, sagt Verteidigungsminister Lloyd Austin bei der Vorstellung des Dokuments. "Anders als China kann Russland die USA nicht auf lange Sicht systematisch herauszufordern. Aber die russische Aggression ist eine direkte und scharfe Bedrohung unserer Interessen und Werte." Zum Einsatz von US-Atomwaffen heißt es in der Strategie, man setze dafür weiterhin eine sehr hohe Schwelle.

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