Die
ungarische Justizministerin fordert die EU-Staaten eindringlich
zu diplomatischen Initiativen auf, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Weitere Sanktionen gegen Russland im Energiebereich lehnte die auch für die Beziehungen zur EU zuständige Ministerin Judit Varga gegenüber der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten entschieden ab.
"Die Staaten der Europäischen Union sollten
nicht militärisch in diesen Krieg verwickelt werden. Wir sollten stattdessen alles tun, um die Konfliktparteien an einen Tisch zu bringen und Friedensgespräche zu ermöglichen", sagte Varga den Zeitungen. Ungarn und Österreich seien derzeit die einzigen EU-Länder, die "laut und deutlich nach einem Waffenstillstand und Friedensverhandlungen rufen", sagte sie.
Schon jetzt richteten die
hohen Energiepreise infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine
großen Schaden an, sagte Varga demnach. Ungarn sei extrem abhängig von russischen Gas- und Öllieferungen. "Deshalb ist
für Ungarn beim Thema Energiesanktionen die rote Linie bereits erreicht", so Varga.