Letztes Update:
20221103020013

22:43
31.10.2022
Nach einem Tag mit schweren russischen Raketenangriffen unterstreicht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Erfolge der Flugabwehr. Von etwa 50 russischen Marschflugkörpern und Raketen seien 45 abgeschossen worden, sagt Selenskyj in seiner Videobotschaft. Sein Land brauche weitere Waffen zur Abwehr der Angriffe aus der Luft, fordert er. Aber schon jetzt müsse Russland für einen Treffer mehr Raketen einsetzen als früher.
"Die Welt sieht, dass die einst zweitstärkste Armee der Welt nicht einmal mehr die 22. ist, was Effektivität angeht", sagt Selenskyj. "Und wir werden alles tun, dass sie auch aus den Top 100 absteigt."

22:13
31.10.2022
Bundeskanzler Olaf Scholz bezeichnet die von Russland erhobenen Anschuldigungen, wonach die Ukraine den Einsatz einer "schmutzige Bombe" vorbereiten soll, "entschieden als haltlos". Das teilt Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin nach einem Telefonat von Scholz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit. "Der Bundeskanzler war sich mit dem ukrainischen Präsidenten einig, dass die von ukrainischer Seite initiierten unabhängigen Untersuchungen der Internationalen Atomenergieagentur hieran jeden Zweifel beseitigen würden", erklärt Hebestreit.
Scholz erklärt laut Hebestreit in dem Telefonat, dass Deutschland nicht nachlassen werde, die Ukraine politisch, finanziell und humanitär sowie in der Verteidigung ihrer Souveränität und territorialen Integrität konkret zu unterstützen, "einschließlich bei Waffenlieferungen". Der Bundeskanzler habe den "anhaltenden gezielten Beschuss" ziviler Infrastruktur in der Ukraine durch die russischen Streitkräfte verurteilt. Zudem hätten Scholz und Selenskyj dazu aufgerufen, die Durchführung und Verlängerung des Getreideabkommens unter der Ägide der Vereinten Nationen nicht zu gefährden, um die globale Ernährungssituation nicht weiter zu belasten.

20:20
31.10.2022
Nach dem russischen Raktenangriff auf die Energieversorgung der ukrainischen Hauptstadt sind dort immer noch rund 250.000 Wohnungen ohne Strom. Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, in 40 Prozent der Verbrauchsstellen gebe es noch kein Wasser. Damit hat sich die Lage gegenüber dem Morgen gebessert, als noch 80 Prozent der Anschlüsse kein Wasser hatten. In rund 350.000 Wohnungen war der Strom ausgefallen. Klitschko erwartet eine weitere Stabilisierung der Lage in den späteren Abendstunden.
Für Dienstag kündigte er weitere Stromsparmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr an. So werde die U-Bahn seltener fahren. Stromgetriebene Straßenbahnen und Oberleitungsbusse sollten durch normale Busse ersetzt werden.

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