Im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hat das CyberPeace-Institut in Genf 2022 mehr als 850 Cyberattacken registriert. Sie wurden demnach von pro-russischen und pro-ukrainischen Hackern gegen Ziele in der Ukraine, Russland und rund drei Dutzend anderen Ländern ausgeführt, darunter auch 23 in Deutschland. Pro-russische Hackernetzwerke würden durch immer stärkere Vernetzung immer unberechenbarer, sagte die Chefanalystin des Instituts, Emma Raffray, der Deutschen Presse-Agentur.
Ziele waren in Deutschland etwa Ministerien, Banken, Internetanbieter oder Flughäfen. Bei den Flughäfen seien Webseiten vorübergehend gestört worden, Flugdienste seien nicht beeinträchtigt gewesen, sagt Raffray. Im September wurden an zwei Tagen fünf Attacken mit 18 Zielen in Deutschland registriert. "Vier davon wurden ausgeführt von dem Netzwerk 'Anonymous Russia'", sagt Raffray.