Letztes Update:
20230211020020

18:22
10.02.2023
Die durch Kritik am Ukraine-Krieg bekannt gewordene TV-Journalistin Marina Owsjannikowa hat erstmals Einblick in ihre Flucht aus Russland gegeben. Mit Hilfe der Organisation "Reporter ohne Grenzen" sei sie kurz vor Beginn eines Prozesses im Oktober aus dem Land geschleust worden, berichtete die 44-Jährige in Paris. Gleich zu Beginn habe sie die elektronische Fußfessel weggeworfen, die sie auf Anweisung der Behörden tragen musste. Insgesamt habe sie sieben Mal das Fahrzeug gewechselt. Das letzte Stück bis zur Grenze habe sie mit ihrer elfjährigen Tochter nachts über Äcker zu Fuß zurückgelegt.
Das Bild der Russin ging im März vergangenen Jahres - kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen das Nachbarland - um die Welt. Mitten in den Nachrichten des russischen Staatsfernsehens löste die bis dahin als linientreu geltende Mitarbeiterin des Ersten Kanals einen Eklat aus: Sie protestierte im Studio mit dem Schild "No War!". Über welche Strecke ihr Weg in den Westen führte, sagte Oswjannikowa nicht.

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17:56
10.02.2023
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einer internationalen Video-Konferenz von Sportministern und anderen ranghohen Vertretern gegen die Teilnahme von Athleten aus Russland und Belarus an internationalen Wettkämpfen protestiert. "Während Russland tötet und terrorisiert, haben Vertreter dieses Terrorstaates keinen Platz bei Sport- und olympischen Wettkämpfen", sagte Selenskyj. Er veröffentlichte seine Rede in seinem Telegram-Kanal. Wegen des russischen Angriffskrieges sei letztlich auch eine neutrale Flagge mit Blut getränkt und nicht tragbar.
Die Ukraine sieht Belarus ebenfalls als Kriegspartei, weil das Land den russischen Truppen Militärbasen für Angriffe zur Verfügung stellt. Selenskyj rief die Funktionäre auf, sich für den Schutz der olympischen Prinzipien einzusetzen und eine Zulassung von russischen Sportlerinnen und Sportlern zu den Wettbewerben zu verhindern.

17:34
10.02.2023
Bundeskanzler Olaf Scholz wird nächste Woche Freitag und Samstag an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen. Schwerpunkt wird vor allem der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sein. Am Freitag werde der Kanzler eine Rede halten und am Rande der Konferenz Gespräche mit anderen Teilnehmern führen, sagt die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann.
Insgesamt werden rund 40 Staats- und Regierungschefs, mehr als 90 Minister und mehrere Chefs von internationalen Organisationen in München erwartet. Dazu zählen US-Vizepräsidentin Kamala Harris, der französische Präsident Emmanuel Macron, der polnische Präsident Andrzej Duda, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Russischen Offiziellen möchte man dagegen keine Bühne für Propaganda bieten, begründet Konferenzleiter Christoph Heusgen. Dafür werden aber andere prominente russische Oppositionspolitiker nach München kommen.

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