Letztes Update:
20230221020024

08:06
20.02.2023
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, erwartet durch den Krieg weiter steigende Kosten für die deutsche Wirtschaft und hohe Wachstumsverluste. "Der Ukraine-Krieg und die damit verbundene Explosion der Energiekosten hat Deutschland im Jahr 2022 knapp 2,5 Prozent oder 100 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung gekostet. Diese Kosten werden in den kommenden Jahren weiter wachsen", sagt Fratzscher der Rheinischen Post.
"Deutschland ist wirtschaftlich stärker von der Krise betroffen, weil es eine höhere Abhängigkeit von russischer Energie hatte, einen hohen Anteil an energieintensiver Industrie hat und extrem abhängig von Exporten und globalen Lieferketten ist", sagt der DIW-Präsident. Der Schaden für den Wirtschaftsstandort Deutschland sei noch nicht entstanden, werde aber entstehen, wenn Unternehmen die ökologische, wirtschaftliche und digitale Transformation nicht beschleunigen. 

06:46
20.02.2023
Blick in die Auslandspresse: Zum Kriegsverlauf meint die niederländische Zeitung De Telegraaf:

Dunkle Wolken ziehen über der Ukraine auf. Die USA sagen, China erwäge 'ernsthaft, Waffen und Munition an Russland zu liefern'. Die EU erklärt, 'wenn die Ukraine nicht bald Munition erhält, wird sie den Krieg innerhalb weniger Wochen verlieren'. Die USA beschuldigen China seit langem, Russland zu unterstützen, und fordern von Peking zumindest eine distanziertere Haltung. Aber dies war das erste Mal, dass die USA den Chinesen vorwerfen, Waffen an Moskau liefern zu wollen. Derweil geht der Krieg in der Ukraine weiter, wobei Russland hier und da einige Fortschritte zu machen scheint, wenngleich diese minimal sind und oft den Verlust vieler russischer Menschenleben bedeuten. Aber der ukrainischen Armee geht allmählich die Munition aus. 06:46
20.02.2023

05:45
20.02.2023
Ukrainische Sportler können aus Sicht des Sportsoziologen Jan Haut die Moral der Bevölkerung im Krieg stärken und eine wichtige Rolle für die politische Führung des Landes übernehmen. "Wenn Sportler sich aktiv an Kämpfen beteiligen, erhöht das sicher ihre Glaubwürdigkeit. Es zeigt, dass sie "einer von uns" sind, also auch die Sorgen und Probleme der Bevölkerung teilen", sagt der Forscher von der Uni Wuppertal der Deutschen Presse-Agentur.
Er hält es für möglich, dass "sportliche Erfolge auch bei Teilen der Bevölkerung den Glauben an die eigenen Fähigkeiten außerhalb des Sports, vielleicht auch die militärischen" stärken können. Dabei gebe es aber auch Menschen, die nach Ansicht von Haut möglicherweise denken, dass es angesichts des russischen Angriffskriegs "andere Sorgen als den Sport" gebe.

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